Sport in Zeiten von Corona – der TSV Pfungstadt hat passendes Angebot

Vor gut einem Jahr wurde der TSV Pfungstadt wie alle übrigen Sportvereine von den Einschränkungen durch die Corona-Krise überrascht. Jetzt zeichnet sich ab, dass das Virus uns noch länger begleiten wird. Sport in kleinen Gruppen, mit Abstand und idealerweise im Freien ist angesagt.

Der TSV Pfungstadt bietet auf seinem weitläufigen Gelände, mit seinem breit gefächerten Sportangebot und mit seinem in den letzten Monaten gesammelten Corona-Know-How beste Voraussetzungen, um sowohl den erwachsenen Mitgliedern als auch Kindern und Jugendlichen einen corona-gerechten Sportbetrieb zu ermöglichen.

Besonders geeignet sind dabei sicher Tennis, Bogenschießen, Leichtathletik, Cricket und nicht zuletzt Paddeln und die Walking-Gruppe. Besonders zu erwähnen ist auch die Jugendfußball-Abteilung mit ihrem erprobten corona-gerechten Trainingskonzept.

Für die Hallensportarten galt „Raus aus der Halle!“ So wurden die Belegungspläne der Sportanlage auf die Bedürfnisse der Abteilungen angepasst, dann die Trainingspläne und Hygienepläne überarbeitet und die Sportgeräte vor Ort gebracht. So konnte für Hallensportarten wie Judo, Volleyball, Handball und Turnen das Training von der Halle auf unser Freigelände verlagert werden.

Ein Highlight ist dabei sicher das bereits vor Jahren angeschaffte Veranstaltungszelt der Judoka (Bild), dieses erlaubt es auch bei Regen „im Freien“ zu trainieren.

Aber nicht nur die Vereinsmitglieder profitieren von den Möglichkeiten des TSV Pfungstadt: So wurde vom Vorstand gezielt die Zusammenarbeit mit den Pfungstädter Schulen intensiviert: Diese können die TSV-Infrastruktur an den Vormittagen bis zum frühen Nachmittag als Ausweichmöglichkeit für ihren Sportbetrieb in den Hallen nutzen. Die Zusammenarbeit TSV/Schulen soll noch ausgebaut werden.

Aber auch hochkarätige Sportveranstaltungen im Freien wie die Abendsportfeste und die Lauf-Gala der Leichtathleten wurden unter Corona-Bedingungen realisiert. Hygienekonzept, Zutrittskontrolle, Bereitstellungsräume, Toilettenreinigung mussten corona-gerecht organisiert werden. Doch davon ließen sich die Verantwortlichen nicht abschrecken. Der Lohn für die Anstrengungen kann sich sehen lassen: Bei den Veranstaltungen starteten Athleten aus ganz Europa. Diese waren froh und dankbar, überhaupt eine Startgelegenheit gefunden zu haben. Die Erfahrungen des letzten Jahres werden die Verantwortlichen beim TSV Pfungstadt für die Umsetzung der Laufveranstaltungen in 2021 übernehmen.

Aber auch die Rückbesinnung auf traditionellen Sportbetrieb kann manchmal weiterhelfen. So wurde das seit der Ära des Feldhandballs in den 80er Jahren nicht mehr genutzte Kleinfeld der Handballer wiederentdeckt. Dieses ist zwar in einem beklagenswerten Zustand, soll aber in den kommenden Monaten wieder hergestellt werden und steht dann den TSV Sportlern aber auch den Schulen wieder zur Verfügung.

Haben sich nun die Mühen und Anstrengungen der Verantwortlichen im Gesamtvorstand und in den Abteilungen gelohnt? Diese Frage ist mit einem eindeutigen „Ja!“ zu beantworten! Allein zu sehen, mit welchem Spaß die Kinder am Training der Faustballer, Fußballer, Handballer, Judoka, Leichtathleten oder Turner teilnehmen genommen haben, war ausreichend Lohn für all die Mühen. Die Rückmeldungen der Eltern waren durchweg positiv und immer wieder wurde den Trainern berichtet, dass die Kinder abends glücklich waren wie schon lange nicht mehr.

Das Veranstaltungszelt der Judoka auf dem Gelände des TSV Pfungstadt


Der TSV Pfungstadt trauert um Renate Fischer, die Seele und die Stütze der Handball-Abteilung und der Laienspiel-Abteilung

Am 22. Mai verstarb unsere Sportkameradin Renate Fischer im Alter von nur 67 Jahren. Renate war über mehrere Jahrzehnte in verantwortlicher Position für die Handball-Abteilung tätig, davon fast 30 Jahre als Geschäftsführerin. Wobei der Titel „Geschäftsführerin“ nicht misszuverstehen ist, denn Renate hat nicht nur die offiziellen organisatorischen Angelegenheiten der Handball-Abteilung bei der Zusammenarbeit mit Gremien, dem Verband, dem Hauptverein und der Stadt Pfungstadt geregelt, sondern sie hat sich zuverlässig bei der täglichen Arbeit in der Abteilung engagiert. Dies betraf vor allem die Kinder- und Jugendarbeit. Ob dies das Mini-Training war oder die Organisation und Betreuung der Jugend- und Aktiven-Spieltage in der Halle als Zeitnehmerin am Spielfeldrand. Auch bei dem Schulprojekt der Handballer und lange Zeit bei der Jugendfreizeit in Oberndorf hat Sie ihren Beitrag geleistet.

Renate war im TSV nicht nur bei den Handballern aktiv, sondern auch in unserer Laienspiel-Abteilung, den Sandbachmimen. Schon 1983 hat Renate Fischer in dieser Abteilung die Bühne für sich entdeckt. Wenn Renate die Bretter betrat war sie sofort präsent und erfreute die Zuschauer. Am liebsten spielte sie die deftigen Rollen in vielen Bauernschwänken der Laienspieler. Als die Sandbachmimen 1994 eine eigene Abteilung innerhalb des TSV Pfungstadt gründeten hat sich Renate sofort als Rechnerin im Vorstand engagiert. Bis 2008 war sie für die Finanzen der Abteilung verantwortlich und war zwischenzeitlich auch noch als Jugendleiterin aktiv. Auch bei vielen geselligen Zusammenkünften und Ausflügen war Renate mit ihrem Humor eine Bereicherung für die große Theaterfamilie im TSV Pfungstadt. Egal welche Arbeiten oder Dienste zu erledigen waren, von ihr gab es nie ein „Nein“. Renate wird auf der Laienbühne fehlen und auch da eine große Lücke hinterlassen.

Die untenstehenden Bilder zeigen Renate bei typischen Gelegenheiten bei den Handballern und der Laienspielgruppe. Bei diesen Gelegenheiten war Renate ganz offensichtlich nicht nur engagiert, sondern auch stolz und zufrieden.

Ich bedanke mich persönlich bei Renate für die hervorragende Zusammenarbeit – zuerst während meiner Zeit als Vorsitzender der Handball-Abteilung und zuletzt auch als Vorsitzender des Gesamtvereins. Praktisch vom Krankenhaus aus hat Renate mir noch Projektunterlagen der Abteilung zukommen lassen.

Renate war mit ganzem Herzen Seele und Stütze der Pfungstädter Handballer und Laienspieler; über Jahrzehnte konnte man sich immer auf sie verlassen und sie hat in dieser Zeit Großartiges für ihren Verein geleistet über Jahrzehnte konnte man sich immer auf sie verlassen, und sie hat in dieser Zeit Großartiges geleistet für ihren Verein.

Leider musste sie viel zu früh gehen.
Wir werden Renate ein ehrendes Andenken bewahren.

M. Kramer

1. Vorsitzender TSV Pfungstadt e.V.
im Namen des geschäftsführenden Vorstands